Die Besonderheiten der ungarischen Sprache

Laut inoffiziellen „Weltranglisten“ zählt Ungarisch zu den schwierigsten Sprachen der Welt und nimmt dabei den vierten Platz ein.

Warum ist Ungarisch für Fremde eine Herausforderung?

Schwierig ist weniger das, was man vielleicht erwarten würde – etwa das Pauken von Vokabeln oder die Aussprache. Vielmehr bereiten die vielen ungewohnten Sprachkonstruktionen Schwierigkeiten, die in Sprachen wie Deutsch oder Englisch nicht vorkommen. Ebenso herausfordernd ist es, den Wortstamm zu erkennen, wenn noch ein oder zwei Suffixe angehängt sind, sowie die zahlreichen Ausnahmen, die immer wieder auftreten.

Da Ungarisch eine agglutinierende Sprache ist, werden Merkmale wie Person, Zeit und Fall durch das Anhängen von Affixen an den Wortstamm ausgedrückt. Durch die Verwendung von Präfixen verändert sich zudem häufig die Bedeutung eines Wortes.

Ein weiteres zentrales Konzept ist die Vokalharmonie. Sie beschreibt, wie die Vokale innerhalb eines Wortes miteinander in Einklang stehen müssen und wie dadurch die Wahl der Suffixe beeinflusst wird, die an den Wortstamm angehängt werden.

Die Sprache lässt sich daher gut mit einem Spiel aus Legosteinen vergleichen: Man setzt die vorgefertigten Teile zusammen und konstruiert daraus ein neues Ganzes.

Wer gerne mit Lego spielt, wird auch diese Sprache mögen – denn sie ist zugleich logisch aufgebaut und voller Harmonie.